„Einfach gerne lesen, weil es inspiriert und nicht wie Werbung wirkt“

Warum Roland Bergers „Think:Act Magazine“ reihenweise Preise abräumt

Published 30.4.2026  |  Foto/Video: Roland Berger

Was ist Exzellenz im Corporate Publishing? Und wie kommt Exzellenz zustande? Diese Frage stellen sich alljährlich die Expertinnen und Experten vom Content Marketing Forum, wenn sie die Einreichungen zum Best of Content Marketing Award (BCM Award) sichten und bewerten. Eine Marke taucht immer wieder auf: das Think:Act Magazine, die Medienmarke der Unternehmensberatung Roland Berger. In der letzten Ausscheidung war sie Doppel-Goldgewinner: in der Kategorie B2B – Dienstleistung / Beratung / IT / Telekommunikation sowie in der Best of Corporate Print-Kategorie B2B – Dienstleistung / Institutionen / Verbände.

BCM-Vorstand Jan Strahl sprach mit den Macherinnen und Machern von Think:Act, Christine Brand von Roland Berger und Jennifer David von Vogel Corporate Solutions.

Think:Act, nomen est omen. Wie ist da der Fit zur Marke? Welche Philosophie steckt dahinter? Was sagt uns der Name über das Magazin? 

Christine Brand: Der Name Think:Act war schon da, bevor ich eingestiegen bin. Aber für uns steckt dahinter eine klare Idee: erst denken und dann handeln. Wir wollten nicht nur große Visionen in einem Elfenbeinturm präsentieren, sondern anspruchsvolle und hochwertige Inhalte, die zugleich umsetzbar bleiben. Das passt einfach zu Roland Berger. Wir liefern nicht nur Konzepte, sondern Lösungen, die auch wirklich wirken.

Wie entstand die Idee, ein so hochwertiges und aufwendiges Format zu publizieren?

Christine Brand: Das Team wollte etwas schaffen, das sich klar von anderen Publikationen und anderen B-to-B-Tools abhebt. Ein Format, das wirklich die Beziehung stärkt und echten Mehrwert bietet. Unsere Kundinnen und Kunden sollen Think:Act einfach gerne lesen, weil es inspiriert und nicht wie Werbung wirkt. Wir achten dabei vom Inhalt bis zur Haptik auf das Besondere. Es soll ein Business-Magazin sein, das auffällt und einzigartig bleibt.

Prozesse

Wie entstand die Idee, ein so hochwertiges und aufwendiges Format zu publizieren? 

Christine Brand: Das Team wollte etwas schaffen, das sich klar von anderen Publikationen und anderen B-to-B-Tools abhebt. Ein Format, das wirklich die Beziehung stärkt und echten Mehrwert bietet. Unsere Kundinnen und Kunden sollen Think:Act einfach gerne lesen, weil es inspiriert und nicht wie Werbung wirkt. Wir achten dabei vom Inhalt bis zur Haptik auf das Besondere. Es soll ein Business-Magazin sein, das auffällt und einzigartig bleibt.

Das muss unglaublich aufwendig sein. Könnt ihr ein wenig über die Prozesse dahinter berichten?

Jennifer David: Von der ersten Idee und Themenfindung bis zur Auslieferung des Heftes und bis zum Go-live der Website vergehen neun bis zehn Monate. Wir nehmen uns am Anfang viel Zeit, haben viele Meetings und brainstormen mit dem Kunden zusammen. Zudem nehmen wir uns auch mal die Freiheit heraus, die Richtung zu ändern und Dinge zu verwerfen, um nicht auf die erstbeste Idee aufzuspringen.

Zu so einem Erfolgsprojekt gehört auch immer, dass Dienstleister und Kunde gut und eng zusammenarbeiten.

Jennifer David: Wir nehmen von Anfang an den Kunden mit, oder besser gesagt: Wir begreifen uns als ein großes Team, gehen bei jedem Schritt in den Austausch und fühlen diese Hierarchie gar nicht so.

Was war ein wichtiges Learning, das ihr in der Entwicklung mitgenommen habt?

Jennifer David: Ich glaube, dass jede Ausgabe sehr viele Herausforderungen mit sich bringt, wir uns aber auch selbst diese Hürden setzen. Dies machen wir ganz bewusst, weil wir immer etwas dazulernen und daran wachsen wollen. Wir arbeiten viel mit Veredelungen, und da ist uns natürlich wichtig, dass wir immer wieder etwas Neues machen und Dinge ausprobieren, die vielleicht gerade erst auf dem Markt sind. In den letzten Ausgaben haben wir beispielsweise einmal auf Kaltfolie gedruckt oder hatten Karten zum Herausnehmen. Da wir das zuvor noch nie gemacht haben, sind das natürlich alles Herausforderungen.

Wenn man dieses haptische Printobjekt in den Händen hält, spürt man immer, welche Arbeit und Qualität hier drinsteckt. Ihr schafft es auch immer wieder, tolle Gastautorinnen und Gastautoren sowie hochkarätige Persönlichkeiten zu gewinnen. Wie macht ihr das? Habt ihr dafür eine eigene Abteilung?

Christine Brand: Am Anfang lief viel über persönliche Kontakte. Mittlerweile hat sich die Marke tatsächlich so gut etabliert, dass die Vordenkerinnen und Vordenker um den Ruf für Qualität wissen und sich tatsächlich bei uns melden.

Neben anderen Stakeholdern wollt ihr an die C-Level-Zielgruppe heran. Wie macht ihr das?

Christine Brand: Wichtig für die präzise C-Level-Ansprache ist der relevante Inhalt. Wir liefern das, was interessiert und keine Massenware.

Habt ihr auch eine Marktforschung eingebunden, bei der ihr qualitatives Feedback abfragt?

Christine Brand: Die Zahlen sind stark, aber genau wie du sagst, zählt für uns auch das, was dahinter passiert. Ein kleines Beispiel, über das wir sehr glücklich waren, ist, dass uns der Chef eines großen europäischen Familienunternehmens direkt angeschrieben hat. Das Magazin inspiriert also nicht nur, sondern hilft dabei, Projekte direkt anzustoßen.

Es ist auch ein schönes Objekt, das man fast als kleines Geschenk mitnehmen kann. Think:Act ist für uns wie ein Gesprächsöffner für die Partnerinnen und Partner sowie Beraterinnen und Berater. Die nehmen das mit in Meetings. Dann liegt es natürlich auch bei unseren Events oder bei Workshops aus. Das Schöne daran ist, dass auch die älteren Ausgaben, wenn sie perfekt zum Thema passen, immer noch aktuell sind.

Gibt es für die Zukunft irgendwelche Ideen oder Pläne, das Magazin oder euch selbst zu verändern?

Christine Brand: Natürlich wollen wir Think:Act weiterentwickeln. Aber dabei ist es uns auch wichtig, den Kern nicht aus den Augen zu verlieren, also Premium-Inhalte für unsere Zielgruppe zu liefern. Aber natürlich verändert sich die Welt und wir möchten hier mitgehen. Das heißt: mehr digitale Formate und mehr Interaktivität. Insgesamt bewegt sich natürlich auch alles immer mehr in Richtung Personalisierung.

Gibt es etwas, das ihr jemandem aus dem High-End-Content-Marketing mitgeben wollen würdet?

Christine Brand: Mein wichtigster Rat wäre: langfristig denken. Ein solches Format ist kein Sprint, sondern echt ein Marathon. Und, ganz ehrlich, lieber weniger, aber dafür richtig, richtig gute Inhalte.

Christine Brand

Christine Brand (LinkedIn-Profilseite) ist Creative Director und Global Head of Design and Branding bei Roland Berger. Sie verantwortet die Markenarchitektur und das Design des globalen Markenauftritts und führt ein zehnköpfiges Team, das globale Teams anleitet und von Office Branding über Websites, digitale Kanäle und Studien bis zu interner und externer Kommunikation, Marketing und HR-Kampagnen betreut. Mit dem Kundenmagazin Think:Act gewinnt das Team regelmäßig renommierte Awards.

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Jennifer David (LinkedIn-Profilseite) ist Lead Art Director bei Vogel Corporate Solutions für das Think:Act Magazin von Roland Berger. Davor war sie Artdirektorin für die „Logistik News“ (Zalando) bei den Axel Springer Corporate Solutions, war Artdirektorin und Designerin des DB Mobil Magazins und des Lufthansa Board Magazins und arbeitete für die Volkswagenstiftung und die Deutsche Bank.

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Jan Strahl (LinkedIn-Profilseite) ist Chefredakteur der Content-Marketing-Redaktion bei der Agentur loved (WPP) in Hamburg. Seine über 25-jährige Laufbahn umspannt die drei zentralen Säulen der Kommunikation: den Publikumsjournalismus, die Unternehmenskommunikation und das Content Marketing auf Agenturseite. Nach Stationen im Journalismus (u. a. Gruner + Jahr) und als Corporate Content Manager bei der Jungheinrich AG verantwortet er heute die Content-Strategien und -Formate für Marken wie Audi, Volkswagen, Wempe, Rewe und die Deutsche Bahn. Dem Content Marketing Forum ist er bereits seit vielen Jahren eng verbunden – als CMF-Mitglied und durch seine regelmäßige Tätigkeit als Juror für den Best of Content Marketing Award.

Einfach gerne lesen, weil es inspiriert und nicht wie Werbung wirkt“